Aufenthalt im Matthias-Claudius-Haus in Kooperation mit dem Verein für Kinder und Jugendhilfe Arnsberg e.V. „Seilschaft" vom 30.11.04 - 03.12.04
Leitung
Frau Feldmann/Herr Teipel (Teamer - Verein für Kinder und Jugendhilfe Arnsberg e.V. / „Seilschaft"
Ausgangslage:
Die bisherige Situation in der Klasse war bislang bestimmt durch häufige Schülerwechsel, so dass sich bis zum bisherigen Zeitrum eine funktionierende Gemeinschaft nur in Ansätzen ausbilden konnte. Innerhalb der Klasse ließen sich bislang viele Klein- bis Kleingruppenbildungen beobachten. Ebenso gehören zum Klassenverband sehr dominante Schüler, die das Gesamtgeschehen im Klassenverband bestimmen und denen es schwer fällt sich zu Gunsten zurückhaltender Schülerinnen und Schüler zurückzunehmen.
Situation vor Ort:
Während der Tage unseres Aufenthaltes ließ sich eine kontinuierliche Entwicklung eines jeden Schülers der Gruppe beobachten. So gelang es dem Team „Seilschaft" durch ein starkes Engagement für die Sache, als auch für jeden einzelnen Schüler, die Jugendlichen in Situationen zu führen bzw. heranzuführen, die im besonderen geeignet waren die Jugendlichen mit eigenen Grenzen zu konfrontieren, als auch die Grenzen anderer zu erfahren und in Ansätzen diese auch akzeptieren zu lernen. Durch ein hohes Maß an Beobachtungsfähigkeit wurden spielerisch Akzente gesetzt, kritisch reflektiert und auf das weitere Vorgehen in Rahmen der Planung ausgerichtet. So wurden die Jugendlichen Stets da abgeholt, wo sie sich in ihrer Entwicklung befanden. Dabei folgten die getroffenen Maßnahmen immer der Prämisse für die Jugendlichen auch umsetzbar und erreichbar zu sein. Der Umgang untereinander war dabei geprägt durch ein gesundes Maß an Humor, so dass die Teamer zum einen in ihrer Funktion anerkannt wurden, ohne deren Entscheidungen und Anweisungen als künstlich oder aufgesetzt zu erleben.
Im Fortgang der gestellten Aufgaben gelang es bisher stilleren Schülern sich in Planungsphasen der Gruppe einzubringen und eigene Ideen durch zusetzten. Eine Beobachtung die bislang so im Klassenverband nicht vorkam. Andererseits führten die gestellten Aufgaben zu häufigen verbalen Auseinandersetzungen in der Gruppe, so dass ein stetiger Austausch in der Gruppe stattfand. Für mich war es äußerst interessant die einzelnen Schüler der Klasse in Situationen zu beobachten. so dass ich mit einem Abst6and nunmehr andere Schüler in einem anderen Licht sehe. So gelang es einem Schüler sich insbesondere in planerischen Situationen einzubringen und Anerkennung von der Gruppe zu erhalten. einer anderen Schülerin gelang es sich im Plenum dahingegangen zu äußern, dass sie Angst verspüre bzw. bisher sich nicht getraut hätte diese vor der Gruppe zu äußern.
Generell wurden die Jugendlichen in Einzel- und Plenumsgesprächen ermutigt und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt andere wurden hingegen mit ihrer Dominanz in der Gruppe konfrontiert, so dass viele der Jugendlichen in einer realistischen Selbst- und Fremdwahrnehmung geschult wurden.
Zusammenfassung:
Im sozial-emotionalen Bereich wurde die Gruppe durch ein gemeinsames Erleben von Konfliktbehafteten Situationen gefördert. die Jugendlichen sind zum jetzigen Zeitpunkt willens und in der Lage eigenes Verhalten kritisch zu reflektieren zu wollen. Gerne würde ich mit der Gruppe die gemachten Erfahrungen weiterhin vertiefen und weiter ausbauen. An dieser Stelle ein nochmaliger Dank an die Teamer für deren Ausdauer, Beharrlichkeit und Geduld.



