Lernen in der Stretchzone
Rüthen - Von der Komfort- in die Stretchzone haben sich 35 Schüler der Maximilian-Kolbe-Schule begeben. „Denn dort findet das Lernen statt“, haben sie beim Berufsorientierungscamp gelernt. „Ich hatte mehr Geduld, als ich mir zugetraut habe“, erkannten die Jugendlichen hinterher. „Leute, ihr wart Hammer“, hat Joana bei der Evaluation des BO-Camps geschrieben und Kristin: „Ich finde es spitze, was wir zusammen alles durchgestanden haben. Wir haben gelernt, besser mit jemandem zusammenzuarbeiten, den wir nicht so gut leiden können.“
Fünf Tage haben sich die Achtklässler im Berufsinformationszentrum in Soest und im Landheim des Archigymnasiums Soest am Möhnesee mit ihren persönlichen und sozialen Kompetenzen beschäftigt. Das Camp wurde aus Mitteln des Projektes Zukunft Fördern durch die Stiftung Partner für Schulen NRW finanziell gefördert.
Nach einer Einführung in die verschiedenen Informationsmöglichkeiten bezüglich der Berufswahl durch den Berufsberater Dirk Conze und ersten Berufsrecherchen im BIZ stand während des Aufenthaltes am Möhnesee die Auseinandersetzung mit der eigenen Person in der Gruppe im Vordergrund.
Gemeinsam mit Ela und Frank Feldmann von der Organisation Seilschaft in Arnsberg verbrachten die Schüler mit der Schulsozialarbeiterin Birgit Wibberg und ihren Klassenlehrerinnen Elisabeth Eichler und Ulla Lauterbach ereignisreiche Tage am Möhnesee.
In vielen Situationen lernten die Schüler, sich auf sich selbst und die Gruppe einzulassen. Ob beim Bau einer Kugelbahn durch unwegsames Gelände, beim Überwinden eines Sumpfes im Niedrigseilgarten oder weiteren Interaktionsspielen - immer wieder hieß es auf Seiten der Schüler: Nicht aufgeben, wir versuchen es weiter.
Highlight der Woche war der Aufenthalt im Hochseilgarten in Meschede-Eversberg. Ob beim Seiltanz, auf dem Fliegenden Steg oder auf der Himmelsleiter, die Schüler stellten sich in luftiger Höhe von teilweise zehn Metern und mehr vielfältigen Herausforderungen. Sie begaben sich gesichert durch die Mitschüler am Boden aus ihrer persönlichen Komfortzone in die Stretchzone und lernten dabei auch ihre Grenzen kennen. Zurufe der Mitschüler wie: „Halt durch, du schaffst das! Von wegen Höhenangst, aus dir wird mal ein guter Dachdecker!“, trugen zum Erfolgserlebnis bei.
„Das Vertrauen in mich selbst stärken, lernen mit Defiziten umzugehen und mich auf Herausforderungen als Einzelner und im Team einzulassen sind Fähigkeiten, die heute für die Arbeitswelt von besonderer Bedeutung sind“, meint Ulla Lauterbach. „Ich war erstaunt, mit welcher Ausdauer und Begeisterung die Schüler sich den Aufgaben gestellt haben und habe an manchem Schüler Fähigkeiten entdeckt, die ich aus dem Schulalltag bei ihm oder ihr nicht kannte.“
Quelle: derpatriot.de



