Gut für Zukunft und Selbstbewusstsein

Freienohl. Wie finde ich meinen Traumberuf? Wo liegen meine persönlichen Stärken? Was erwarten die Betriebe in meiner Region? ...

... Wichtige Fragen, die 54 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse der Konrad-Adenauer-Schule Freienohl sich im Rahmen eines Berufsorientierungscamps selbst beantworteten. An drei Tagen gastierten die Jugendlichen in den Räumlichkeiten des Matthias-Claudius-Hauses in Eversberg. Außerschulische Trainer der "Seilschaft" aus Arnsberg, Oliver Teipel und Frank Feldmann, coachten die Schülerinnen und Schüler bei Fragen sozialer Kompetenzen. Schwerpunkt dieses Trainings ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Person in der Gruppe.Der Besuch im Seilgarten forderte auch das Durchhaltevermögen der Freienohler Hauptschüler. (Foto: privat)

Die Schüler arbeiteten in Dreier-Teams zu den Themen: "Mein Leben im Jahr 2015", "Ich bin einzigartig und wertvoll, weil...", "Präsentation der gemachten Erfahrungen". Zu den Themen Kooperation, Kommunikation und persönliche Herausforderungen fanden Aufgaben in den niedrigen Seilgarten-Elementen statt. Durch den Wintereinbruch gab es eine zusätzliche Herausforderung, da die Schüler sich besonders im Bereich Ausdauer, Geduld und Durchhaltevermögen beweisen mussten.

Später kamen Vertreter heimischer Betriebe in die Schule. Sie arbeiteten in Workshops mit je rund acht Schülern zu den Themenbereichen "Was erwarten die Betriebe von zukünftigen Schulabgängern?" und "Wie stelle ich mich vor, wenn ich eine Praktikumsstelle suche?". Zusätzlich wurde die Bedeutung einwandfreier und vollständiger Bewerbungsunterlagen erörtert.

Zum Abschluss des Berufsorientierungscamps präsentierten die jungen Campteilnehmerinnen und -teilnehmer die Ergebnisse ihren Mitschülerinnen, Mitschülern, Lehrkräften und Eltern.

Möglich wurde das Berufsorientierungscamp an der Freienohler Konrad-Adenauer-Schule durch 7 500 Euro Fördermittel aus dem Innovationsprojekt "Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten" der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung.

Detlev Pecko, Leiter der Konrad-Adenauer-Schule, erklärt die Vorteile des Berufsorientierungscamps: "Um Fehlentscheidungen bei der Berufswahl vorzubeugen, sollten Jugendliche sich frühzeitig mit der Arbeitswelt auseinandersetzen. Das Berufsorientierungscamp bietet unseren Achtklässlern die Möglichkeit, an einem attraktiven außerschulischen Lernort ihre Chancen und Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt zu erkennen. Zusätzlich wurde durch den Camp-Aufenthalt ihr Selbstbewusstsein und ihre Teamfähigkeit gestärkt."

Die Berufswahlkoordinatoren der Konrad-Adenauer-Schule, Günter Dumstorff und Uli Wienand, sprachen sich nach diesen positiven Erfahrungen für eine erneute Bewerbung für das Berufsorientierungscamp im kommenden Jahr 2009 aus.

Westfälische Rundschau 05.12.2008