"Es war der Hammer"

Bei einem dreitägigen Berufsorientierungscamp im Matthias-Claudius-Haus in Eversberg lernten die Schüler der Klassen 8/9 der Elisabeth-Schule in Meschede ihre eigene Stärken kennen und übten sich in Kooperation.

Berufsorientierungscamps sind in der Regel mehrtägige, praxisbezogene Fortbildungen für Schulklassen, die außerhalb der Schule stattfinden und von außerschulischen Trainern unterstützt werden. Sie werden von der Initiative "Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten" gefördert, gemeinsam getragen von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung. Mit der Umsetzung des Projektes ist die Stiftung Partner für Schule NRW betraut. Der Fokus der Förderung liegt auf der Unterstützung der Haupt- und Gesamtschulen sowie der Förderschulen.

Eigene Fähigkeiten erkennen

Bei den Übungen gilt es immer wieder, eigene Fähigkeiten zu erkennen, sie in die Gruppe einzubringen, Hilfestellung für andere zu geben oder Hilfe einzufordern. Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsvermögen und eine realistische Selbsteinschätzung der eigenen Stärken und Schwächen sind auch in der Berufswelt grundlegende Persönlichkeitsmerkmale. Daher sind dies auch die inhaltlichen Schwerpunkte, die sich die Elisabeth-Schule für das Berufsorientierungscamp gesetzt hat.

Mit den an der Abenteuerpädagogik orientiertem Angebot der "Seilschaft" aus Arnsberg lassen diese sich ideal thematisieren. Mit der Klasse 8 wechseln die Schüler in die Oberstufe (Klasse 8 bis 10). Das Camp bildet den Einstieg in die Berufsorientierung, die mit dem Projekt "Probe", mit der SchülerFirma, mit dem "Job-Fit"-Programm des "Förderbands" der Caritas und den Praktika ein großes Gewicht bekommt. Es soll zukünftig der erste Schritt der Berufsorientierung sein und die Klassengemeinschaft stärken. "...die Klassenfahrt in Eversberg war der Hammer!", teilt der Schüler Yil in einem Gästebucheintrag der Schulhomepage mit. Zufrieden sind auch die betreuenden Kollegen. Es wäre interessant, die Schüler in sehr ungewöhnlichen Situationen zu erleben. Sicherlich sei der gewählte abenteuerpädagogische Ansatz im Rahmen eines mehrtägigen Camps geeignet, um den angestrebten Zielen, Ich-Stärkung und Förderung der Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft, zu nähern.

Quelle: Sauerlandkurier